Auf dem Schreibtisch liegst du vor mir da, klein und rechteckig. Die Ecken und Kanten sind abgerieben, beginnen sich zu runden, dich immer mehr in meine Hand schmeichelnd. Deine anfängliche Unschuld hast du längst verloren, das Weiß trägt Spuren von Graphit. Meinen Fehlern verdankst du deine Existenz, doch sind es auch meine Fehler, die dich vergehen lassen, indem du sie für mich ausradierst. Jemanden wie dich muss man lange suchen. Andere sind zu hart und spröde, sie zerstören das Papier. Andere sind zu weich und nachgiebig, sie werden meinen Fehlern nicht Herr. Du bist genau richtig. Darum bemühe ich mich deinetwegen, die Fehler zu minimieren.