Zwei Klingen, die über Kreuz liegen und untrennbar zusammengehören, wäre doch eine ohne die andere nutzlos. Wundert’s da, dass man dich in anderen Sprachen nur in der Mehrzahl kennt? Doch warum sehen wir dann in dir die Einheit statt der Zweiheit? Vielleicht weil es uns auf den einen Punkt ankommt, der diese Einheit herstellt. Die kleine Schraube, die als Dreh- und Angelpunkt, das raffinierte Gegen- und Zusammenspiel erst ermöglicht. Im Auf und Ab, im Öffnen und Schließen – darf man an Systole und Diastole denken? – frisst du dich durch das Papier. Doch genauso gut wie du zerstörst, genauso gut kannst du formen und gestalten. Es hängt von der Hand ab, die dich führt. Ein richtig gesetzter Schnitt bringt Kunstwerke hervor oder kann sie vernichten.