Das Schneckenhaus

Vor mir liegt ein Schneckenhaus. Nicht Heimat einer dieser Wald-, Wiesen- und Weinbergschnecken, wie man sie überall findet, sondern das Domizil einer riesigen Meeresschnecke, erstanden auf einem Flohmarkt. Ein ideales Objekt für Zeichenübungen. Aber es fehlt mir die Geduld, all diesen an Mandelbrot-Mengen gemahnenden Windungen ein angemessenes Dasein auf Papier zu schenken. Betrachte ich diese Spirale länger, beginnt sich alles zu drehen und zieht mich unweigerlich hinab in die Tiefe des Meeres, dem unergründlichen Brunnen der Vergangenheit, dem Ursprung des Lebens. Mit einem Rauschen in den Ohren verliere ich mich in der Unendlichkeit.

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