Notizbuch

Vornehm mit geprägtem Ledereinband, festem geripptem Papier mit edlem Schnitt und einer Metallschließe liegt es noch unberührt vor mir. Ich spüre deutlich die Erwartungen, die es an mich stellt. Womit werde ich es füllen? In unregelmäßigen, eilig hingeworfenen Zeichen geniale Eingebungen festhalten? Unzählige Male durchgekaute und in dauernder Überarbeitung geschliffene Sätze in Schönschrift verewigen? Hat mir bisher ein einfacher College-Block genügt, steigt mit diesem Geschenk der Druck, der auf meinen Formulierungen lastet. Und dennoch freue ich mich, dass meine einfachen Gedanken eines solchen Rahmens würdig erachtet werden.

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