Im Bücherregal steht ein altes Marmeladenglas, gefüllt mit aussortierten Knöpfen. Überbleibsel längst verschlissener Hemden, Hosen, Kleider in den unterschiedlichsten Größen und Farben. Kleine unscheinbare Knöpfe behaupten ihren Platz neben ausgefallenen Exemplaren, die durch ungewöhnliche Form, auffällige Farbe oder schiere Größe zu beeindrucken versuchen. Nehme ich das Glas in die Hand und drehe es ein wenig hin und her, fallen die Knöpfe durcheinander, mischen sich, nehmen andere Plätze ein. Wie in einem Kaleidoskop ergeben sich immer neue Konstellationen. Dann komme ich mir vor wie ein Gott, der auf die Erde blickt und sich am wechselhaften Schicksal der Menschen erfreut.