Klein und unscheinbar liegst du da, ein Stahlnägelchen versteckt unter einer breiten Kappe, in diesem Fall mit einer weißen Kunststoffhaube überzogen. Ich hatte dich aber auch schon in anderen Farben, manchmal auch ganz ohne die Schutzhülle nackt in glänzendem Messing. Steckst du fest und hältst getreu das Papier, machst du dich unsichtbar. Doch wehe, du wirst deiner Aufgabe enthoben, wirst achtlos liegengelassen, übersehen, dann kannst du unangenehm werden. Mit spitzem Dolch kämpfst du darum, deinen Daseinszweck nicht zu verlieren. Und dennoch landest du meist nur in meiner Schreibtischschublade als Strafe für deine gewalttätigen Ausfälle.