Bücher

An vielen Stellen der Wohnung stapeln sich Bücher. Bücher, die ich beiseite geräumt habe. Bücher, in denen ich gerade noch etwas nachgeschlagen habe. Bücher, von denen ich noch gar nicht weiß, dass ich sie lesen will. Eine Flut an Neuerscheinungen und Fundstücken aus Bücherschränken ergießt sich manchmal über mich und ich finde mich nicht mehr zurecht. Weit von einer Ordnung in meinen Bücherstapeln entfernt, sind für mich Bücher etwas, das kommt und geht. Doch heute stoße ich auf ein Gedicht, in dem es zum Desaster wird, ein Buch an die falsche Stelle zu legen. Es ist ein Gedicht aus einer anderen Welt, aus einer fremden Welt. Eine Welt, in der Nationalismen aufeinanderstoßen, in der Brüder gegen Brüder kämpfen. Wollen wir das nicht überwinden und einen Ort schaffen, an dem es egal ist, wo die Bücher liegen? Dann finden wir auch wieder Zeit, aus dem Fenster zu schauen, um den blühenden Kirschbaum zu bewundern. Beeilen wir uns, bevor der Baum verdorrt!  

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