
Wer keinen Apfelbaum sein Eigen nennt, kommt kaum in die Verlegenheit, Äpfel über Winter einlagern zu müssen. Verwöhnte Wohlstandskinder, die wir sind, kaufen wir unser Obst täglich frisch im Supermarkt und fragen nicht, woher es kommt. Doch unsere Ignoranz ist uns jetzt in Form eines faulen Apfels unvermittelt vor die Füße gefallen. Da liegt er nun und wir fragen uns verwundert, wie das passieren konnte. Hätte man es früher wissen können, ja müssen? Im Nachhinein lässt sich das leicht behaupten, doch hatten wir immer im guten Glauben gehandelt. Hatte er uns lange Zeit nur seine glänzende Seite gezeigt, dachten wir nicht daran, ihm zu misstrauen, ignorierten seine andere Seite. Nun wissen wir, dass wir ihn schon früher hätten wenden müssen, ihn aussortieren als er den ersten Makel zeigte. Damals, als in den Obstgärten am Schwarzen Meer die Bäume noch blühten.