
Ölgemälde betrachtend lasse ich mich gerne hineinziehen in die Struktur einzelner Striche und verliere mich so in den Details, dass mir das Bild als Ganzes aus dem Blick gerät. Dem kleinsten Klecks kann ich auf diese Weise eine eigene Bedeutung beimessen und ihn so in seiner Individualität anerkennen. Andererseits bezieht er seine Bestimmung auch wieder in Bezug auf das Ganze, in das er sich einfügt, selbst wenn ich das in diesem Moment nicht überblicken kann. So hoffe ich darauf, dass auch ich als Einzelner hineinpasse in Gottes großes Gemälde, das uns Sterblichen immer nur in Ausschnitten bekannt sein wird.