
Festen Boden unter den Füßen zu haben, scheint uns ein wichtiges Bedürfnis zu sein. Wissen, worauf man tritt, sicher sein, dass der Boden nicht nachgibt, dass wir uns auf unsere Grundlagen verlassen können. Denn andererseits fehlte die Trittfestigkeit, man rutschte weg, verlöre den Halt. Wandelten wir auf Fels, würden wir uns sicher fühlen. Doch was ist dieser feste Boden? Wird nicht jeder Stein dereinst zu Staub zermahlen sein? Ist nicht auch der Sand, in dem wir gerade unsere Spuren hinterlassen, vormals Stein gewesen, verwittert, ausgewaschen und zerfallen? Lassen wir uns also nicht beirren von dem Boden, auf dem wir stehen, sondern achten darauf, welche Schritte wir tun.