
Manchmal braucht Kreativität eine gewisse Unordnung, aus der sie erwachsen kann. Eine Fülle an Material, das man verschwenden kann. Ein Reichtum an Ideen, an denen man sich abarbeitet, die man verwirft, in geänderter Form wieder aufnimmt, nur um sie schließlich doch dem Vergessen anheim zu geben. So ist Kunst in gewisser Weise ein Ausdruck von Überfluss, aber nicht in dem Sinne, dass man Unnötiges entfernt, sondern dass man das Vorhandene verdichtet, zum Konzentrat einkochen lässt. So wird dem Künstler alles, was ihn umgibt, zum Material. Und manchmal ist er selbst überrascht, welche der vielen alltäglichen Begegnungen in seinem Werk Blüten treiben.