
Nichts läge mir ferner als meine Umwelt in strenge Kategorien einzuteilen und ein jegliches Ding nach seinem Nutzen zu beurteilen. Eine Welt, die nicht die Nuancen zwischen zwei Extremen kennt, ist schwer zu ertragen. Nie ist alles nur gut oder alles nur schlecht. Auch im Guten findet sich ein Makel, auch aus dem Schlechten kann ein Gutes erwachsen. Meine Sinne sind offen für die Zwischentöne, die kaum merklichen Abstufungen. Und doch gibt es Umstände, in denen ich klares Schwarz und Weiß bevorzuge. Denn was wäre ein Marmorkuchen ohne die schöne Musterung und die Schlieren – eine einheitliche graue Masse. Also doch mehr Mut zu Schwarz-Weiß-Malerei!