
Es ist ein beliebtes Motiv, das Leben als Kampf zu beschreiben. Die tägliche Herausforderung, der man sich zu stellen hat, das Auf und Ab, in dem man bestehen müsse. Durchhalten und nicht aufgeben – keep on fighting eben.
Doch scheint es mir, dass man sich damit den Blick auf die Wirklichkeit verstellt. Denn ist das Leben nicht etwas ganz anderes? Eine Gabe. Ein Geschenk, das einen zunächst überrascht, mit dem man sich nach und nach anfreundet und das man schließlich trotz einiger Kratzer und Dellen noch liebt. All das geht verloren, wenn man nur auf die täglichen Mühen des Alltags blickt. Dann wird das Leben schnell zu einem Kampf, den man gegen sich selbst führen muss. Doch diesen Feind besiegt man nur dadurch, dass man ihn sich zum Freund macht. Und das ist das Einzige, worum man kämpfen sollte. In diesem Sinne: keep on fighting!