
Vorsichtig reckt sich ein erster Trieb der Sonne entgegen. Goldener Glanz legt sich auf das Blatt und lässt die zarten, von neuem Leben durchströmten Adern im Licht erstrahlen. Der Gesang von Amseln untermalt das Idyll und man könnte sich inmitten der Großstadt selig wähnen, wären nicht die Bilder des Leids zu unserem Alltag geworden. Wie kann man sich freuen, angesichts des Mordens in der Welt? Und doch scheint etwas in uns sagen zu wollen „wachse!“, ein unstillbarer Wille zu leben, dem Wahnsinn zu Trotz.