Demeter

Singen will ich die lockige, hocherhabene Demeter, 
Sie und zugleich die leichthinwandelnde Tochter, …

So hebt der Homerische Hymnus auf Demeter an, Mutter der Erde, Herrin der Ernte, die ihre Tochter an Hades verlor. So verweben sich die Geschicke der Götter mit unserem irdischen Dasein, unsere Abhängigkeit vom Lauf der Jahreszeiten wird von Leid und Verlust der Göttin bedingt. Mag uns aufgeklärten Menschen die griechische Götterwelt fremd erscheinen, findet sich darin doch ein tieferes Verständnis unseres Daseins, als uns meteorologische Erklärungen jemals liefern könnten. In allem, was uns auf Erden erscheint, wie etwa der leuchtenden Mohnblüte am Wegesrand, steckt eine tiefere Bedeutung, ein Verweis auf eine Welt, die hinter diesen Erscheinungen liegt. Es ist an uns sie zu finden.

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