
Was für mich Gipfel der technischen Errungenschaft war, ein eigenes Fotolabor im heimischen Keller, hat heute Museumswert. In einer schnelllebigen Zeit mit sich überschlagenden digitalen Entwicklungen fühlt man sich bald abgehängt und als Relikt überkommener Tage. Was sind solche Kulturtechniken noch wert, fragt man sich. Doch die Frage ist falsch gestellt, denn auch ohne unmittelbare Nutzanwendung ist die Erfahrung eines sich langsam auf dem Papier abzeichnenden Bildes für sich schon ein Gewinn. Sie macht das Leben reicher. Sie gibt den Bildern ein wenig von dem Zauber zurück, der in einer Welt ständigen, unmittelbaren Zugriffs auf Milliarden von digitalen Bildern verloren gegangen ist. Den Zauber, der sich in vielen Bereichen des Lebens verloren hat, verborgen unter einer oberflächlichen Welt. Man sollte ihn feiern!