
Mit Verlangen
Drück ich deine zarten Wangen,
Holder, schöner Hyazinth.
Und dein‘ Augen küss ich gerne,
Weil sie meine Morgensterne
Und der Seele Sonne sind. (BWV 201)
Des Frühlings zarte Vorboten bringen pastellene Töne in unsere Herzen. Zurückhaltend in Weiß, Rosé und Violett geben sie ein Versprechen von Unschuld. Sanft wie einst der Jüngling Hyakinthos, der selbst einen Gott zu betören vermochte. Und doch zieht mit ihnen Trauer und Tragik ein, ersprossen sie einst aus unschuldigem Blute. So sind sie auch Mahnung, sich nicht im Streben nach Schönheit zu verlieren, sondern sich der Vergänglichkeit bewusst zu bleiben. Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.