Verborgen

Unbeachtet in Totholz und Erde reift die Larve des Hirschkäfers über Jahre heran. Wenn aus der Puppe schließlich das prächtige Tier mit dem geweihartigen Oberkiefer schlüpft, bleiben ihm nur noch wenige Wochen, in denen es auf Partnersuche geht. Was wir bewundern, ist schon die Endstufe, dem Tode nah. Merkwürdig wie so vieles, das im Verborgenen existiert, sich entwickelt und von uns erst wahrgenommen wird, wenn es am Schwinden ist. Hätten wir doch die Gabe, in die Tiefe zu blicken und das unseren Augen Verborgene zu erkennen, bevor es zu spät ist.

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