
Golden, silbern und kupfern glitzern die Träume und Sehnsüchte der Menschen im tänzelnden Wasser. Kaum ein Brunnen an tourismusträchtigem Platz, der heutzutage noch von Münzwürfen verschont bliebe! Wassergottheiten mit Gaben zu besänftigen mag in alten Zeiten als sinnvolle Handlung angesehen worden sein, aber was bringt Menschen heutzutage zu ähnlichem Tun? Steckt dahinter der Wunsch nach Rückkehr, wie es für den Trevi-Brunnen reklamiert wird, oder ist es nur das Bedürfnis, eine sichtbare Spur zu hinterlassen? Ein „Ich-war-da!“ statt ein „Ich-komme-wieder!“
2023 waren es 1,6 Millionen Euro, die für einen guten Zweck, nämlich der Caritas verwendet wurden. Ob die Menschen das wissen, bevor sie ihr Geld in den Brunnen werfen? Oder wollen sie einfach nur Geld für Glück bezahlen, was ihnen der Aberglaube verspricht? Ich war noch nie ein Tourist und bleibe lieber zu Hause. Ich kann nicht verstehen, welche Urlaubsgefühle man haben muss, um sich solchen Menschenmassen anzuschließen. Dann lieber ein „Ich war nicht da“ und ein „Ich komme niemals hierher“.
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Was früher die Baedeker⭐⭐ waren, sind heute die Instagram♥️♥️. Statt sein Leben zu (er)leben, sammelt man lieber Bilder davon – sein Sein durch Schein definierend…
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