
Haben wir gerade noch in den Herbstfarben des wilden Weins geschwelgt, sehen wir uns nun mit der bitteren Wahrheit des Todes konfrontiert. All das Bunte, Lebendige hat sich verabschiedet, zurück bleibt ein verhärteter Rest in gedeckten Tönen, der es nicht mehr vermag die brutale Betonwand zu kaschieren. Natürlich könnten wir uns ins Gedächtnis rufen, dass immer noch Leben darin steckt, dass wir nur Geduld haben müssen, bis es mit lichtem Ruf wieder daraus hervorbricht. Doch sollten wir auch einmal kurz innehalten und den Moment des Abschieds und der Trauer zelebrieren, statt ihn mit lautem Geschrei künstlich zu überdecken. In der Stille steckt die Möglichkeit zu sich selbst zu finden.