Abgestempelt

Abgestempelt wie ein Fahrschein. Ein Kainsmal auf der Stirn. Der Schublade, in die man gesteckt wird, gibt es kein Entrinnen. Hart drückt der Stempel die Namen, mit denen wir einander belegen, auf den Grund des Daseins. Er flüstert die Grenzen, die wir zwischen den Dingen ziehen. Keine lebendige Entwicklung gesteht er uns zu. Und zugleich ist er Bild für eine höhere Wahrheit. Wie er müssen wir die Perspektive ändern. Erst im Aus-Druck wird lesbar, was verborgen war. Gedanken, die sich erst im Aussprechen geraderücken. Die Welt spiegeln, um sie wiederzugeben. Erst in der Berührung wird sichtbar, was wir wirklich meinen.

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