
Früher war es Sache der Dichter zu stiften, was bleibt. Doch durch die Kakophonie der Meinungen, die wie ein Silvesterfeuerwerk – Hauptsache, laut und viel – abgeschossen werden, dringt die Stimme der Poesie nicht mehr durch. Die leisen Töne gehen verloren. Die Reste der laut in die Welt gebrüllten Überzeugungen überdauern meist nicht lange und so mancher zündet schnell ein neues Feuerwerk, um gesehen und gehört zu werden. Hoffen wir auf ein poetisches Jahr! Denn wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch.